Vorgehensmodell

Demokratie in Arbeit möchte den gesellschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen Rechnung tragen und Unternehmen bei der Schaffung eines demokratischen und menschenfreundlichen Arbeitsumfeldes unterstützen und bereits bestehendes Engagement würdigen.

Über ein mehrgliedriges Verfahren evaluiert Demokratie in Arbeit den IST-Zustand eines Unternehmens in Unternehmenskultur und Unternehmensprozessen, sensibilisiert für die Notwendigkeit einer demokratischen Werteordnung und bietet Maßnahmen an, die einer demokratischen Haltung in der Arbeitnehmerschaft, in Unternehmenskultur und Unternehmensprozessen förderlich sind.

Evaluierung

Der erste Schritt eines vollumfänglichen Maßnahmenpaketes beinhaltet daher eine detaillierte Evaluierung der Unternehmenskultur. In enger Abstimmung mit der Geschäftsführung, der Mitarbeiterschaft und den Institutionen der betrieblichen Mitbestimmung werden dabei Herausforderungen und Handlungsfelder hinsichtlich vorhandener organisatorischer Prozesse identifiziert.

Zielbild

Im Anschluss an die Evaluierung werden Workshops durchgeführt, in denen die Vision und das Zielbild hinsichtlich Organisation und Zusammenarbeitsmodell entworfen werden. In diesen Workshops werden hierarchie- und funktionsübergreifend Ideen zu einem menschenfreundlichen, nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Ressource entwickelt. Diese Ideen sollen dabei die Sicht auf die externe Zusammenarbeit z.B. mit ethischen und nachhaltigen Zuliefererbetrieben genauso berücksichtigen, wie die interne Zusammenarbeit, z.B. hinsichtlich der Maßgabe zukünftiger Führungsmodelle, demokratischer Organisationsformen, Compliance-Richtlinien etc.

Maßnahmen

In einem dritten Schritt unterstützt Demokratie in Arbeit bei der Umsetzung von Vision und Zielbild mithilfe konkreter Maßnahmen. Dabei werden die in den Workshops erarbeiteten Ergebnisse mit bereits vorhandenen MUSS-Kriterien von Demokratie in Arbeit zusammengeführt und ein Maßnahmenkatalog definiert. Dieser Maßnahmenkatalog muss innerhalb eines festgelegten Zeitraumes umgesetzt und dessen Ergebnisse in einem Reportingsystem übermittelt werden.

Die Maßnahmen selbst sind frei wählbar und können, bei Bedarf, teilweise oder in Gänze aus dem Methodenkoffer von Demokratie in Arbeit übernommen werden. Ziel ist ein Maßnahmenpaket, dessen Umsetzung bereits einen Teil des unternehmensspezifischen Lösungskonzeptes darstellen kann.

Zertifizierung

Der vierte Schritt ist die Verleihung eines Siegels, das die demokratische Unternehmenskultur und die demokratischen Prozesse des Unternehmens zertifiziert, nach innen und außen dokumentiert und sowohl Anerkennung als auch Ansporn zu weiteren demokratischen Bemühungen darstellen soll. Die Demokratiefähigkeit des Unternehmens wird über ein Monitoring-System jährlich überprüft und das Siegel neu vergeben.