Der wunderbare Aladin El-Mafaalani spricht über sein neues Buch, „Wozu Rassismus?“. Unabhängig davon, dass man den Titel in seiner Mehrdeutigkeit nicht besser hätte wählen können, ist dieses Interview einfach anders. Das mag vor allem daran liegen, dass es einen positiv gestimmt zurücklässt. Oder, um es mit seinen Worten zu sagen: „Wenn alle pessimistisch werden, wirkt der Realist wie ein Optimist!“

Aladin El-Mafaalani bündelt die Debatten und Diskurse der letzten Jahre zu einer übergeordneten Perspektive und zeichnet die Momentaufnahme einer zunehmend offenen Gesellschaft. In dieser erheben immer mehr Menschen aus vormals benachteiligten Gruppen das Wort und damit ihren Anspruch an Teilhabe, Anerkennung und Zugehörigkeit. Einen Anspruch, der Vielen. Wir erleben die Sensibilisierung einer Gesellschaft. Wir erleben gesellschaftlichen Wandel. 

Und so bleibt einem nichts anderes übrig als begeistert, zustimmend zu nicken, wenn El-Mafaalani auf die Frage nach der Herkunft letztlich den Hinweis gibt: „Meine Mutter würde sich freuen, wenn Sie ihr diese Frage stellen. Sie ist aus Syrien und redet gerne über ihre Herkunft und ihre Sehnsucht. Wenn Sie aber meiner Tochter dieselbe Frage stellen, wird das Gespräch sehr unangenehm.“

Zurecht, denn wir sind so weit wie noch nie!

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