Demokratie, Engagement, Courage

Auch wenn keines dieser Worte einen deutschen Ursprung hat, so sind sie doch allesamt deutsch im besten Sinne des Wortes. Sie beschreiben den Kern und den Bezugsrahmen innerhalb derer eine freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland bestehen kann. Sie unterfüttern das Bekenntnis zur Menschenwürde und den unbedingten Willen zum Erhalt einer inklusiven Gesellschaft, in der Menschen nicht ausgegrenzt, sondern unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Sexualität und Behinderung als wertvoller Teil einer Gemeinschaft wahrgenommen werden.

Im Verlauf der vergangenen 70 Jahre haben die Menschen- und Bürgerrechte in der Bundesrepublik Deutschland eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Gleichstellung von Frauen und Männern wurde genauso vorangetrieben wie die Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und die Inklusion von Menschen mit Behinderung. Die Ehe für Alle ist zudem ein weiterer Meilenstein in der bewegten Geschichte dieses Landes und ein kollektiver Grund für Freude und Stolz.

Doch alle gesellschaftlichen und sozialen Errungenschaften können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Bemühen um eine offene und tolerante Gesellschaft fortwährend von demokratiefeindlichen Kräften untergraben wird und die grundgesetzlich verbrieften Menschen- und Freiheitsrechte äußeren und inneren Gefahren ausgesetzt sind.

Gerade dort, wo soziale und wirtschaftliche Verhältnisse die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe einschränken, geraten Menschen häufig in den Sog politischer Extreme.

Wirtschaftliche Krisen und fehlende Perspektiven haben bereits mehrfach in der Geschichte dieses Landes den Einzug radikaler Kräfte in die Parlamente befördert, die stets und wiederkehrend die Furcht vor allem Neuen und Fremden schüren und stattdessen die Rückkehr zu Altbewährtem und eine Rückbesinnung auf vermeintlich deutsche Wurzeln propagieren.

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